Rundtour Kappeln, Wackerballig, Schöpfwerk Südwesthörn, Niebüll

Nach einigen Wochen ohne Tour kribbelte es, wir mussten wieder unterwegs, aber uns blieb nur ein Tag.
Wir planten nach Kappeln an der Schlei zu fahren, und dort einfach mal nichts zu tun. Ein wenig spazieren gehen, vlt. eine Kleinigkeit essen und ansonsten einfach nur faul den Alltagsstress vergessen und mal richtig runterfahren.

Die endgültig gefahrende Tour im Plan:

Tour

Unsere Route sollte über Eckernförde nach Kappeln führen. Sonniges Wetter, alles bestens.

Mit dem Ortsschild Eckernförde allerdings änderte sich das Wetter schlagartig. Schnee, Wind, einfach nur mies. Wir fuhren aber weiter, so schnell lassen wir uns nicht aufhalten.

Kurz hinter Waabs wurde es dann aber heftig. Schneeverwehungen, die einem die komplette Sicht raubten, ein regelrechtes Whiteout – nur eine weiße Wand – keine Straße, kein Hoizont, keine Bäume. Einfach nur alles weiß. Im Schritttempo ging es da weiter, und wäre das Wetter nicht besser geworden, wären wir wohl auf einem Parkplatz stehen geblieben. Geht ja auch. Wir hatten auch tatsächlich ganz kurz dran gedacht, wieder umzukehren. Aber nur ganz kurz.

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Einige Kilometer weiter bracht dann die Sonne heraus. Glück gehabt, kaum noch Schnee, nur noch Sonne!

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In Kappeln endlich angekommen, änderten sich die Pläne, denn die Zufahrt zum Stellplatz war gesperrt wegen Hochwassers. Also weiter nach Gelting!

In Gelting angekommen, auf zum Stellplatz Yachthafen Wackerballig. Dieser ist recht schön gelegen, direkt an der Geltinger Bucht am Yachthafen. Ein Weg direkt an der Küste lädt zu einem Spaziergang ein. Wind gibt es kostenlos dazu 😉 Kalt ist es dazu auch gewesen, die kleine Brücke am Yachthafen war ein wenig eingefroren. Kosten 8,- EUR pro Nacht, Strom und Entsorgung vorhanden. Der Yachthafen war aber geschlossen, wir hätten nicht gewusst, wo wir hätten zahlen sollen. Nun, also standen wir ’schwarz‘. Was sich auch als gut erwies, wie sich zeigte.

Stichwort Wind: Der wurde immer heftiger, uns nachher zu doll, da wir leider auch nur so stehen konnten, dass der Wind volle Breitseite auf das Wohnmobil hatte. Nach einigen Stunden entschieden wir dann, von der Ostküste weg rüber zur Westküste zu fahren, dort gab es keine Sturmwarnung, zumindest nicht zu dem Zeitpunkt, als wir losfuhren. Da wir also nur knapp 2 Stunden da waren, haben wir auch kein schlechtes Gewissen, dass wir nicht gezahlt haben, ganz davon abgesehen, dass wir das Geld auch nirgends hätten loswerden können.

Wir machten uns auf den Weg, etwas über eine Stunde Fahrt zum herrlich versteckt gelegenen Stellplatz Schöpfwerk Südwesthörn, direkt hinter dem Deich, für drei Mobile. Strom ist vorhanden, Entsorgung ebenso, allerdings muss man mit einem Eimer den Tank leeren und es zur Entsorgung bringen. Wer es ruhig haben will, dem sei dieser Platz ans Herz gelegt. Und auch hier lädt ein langer Weg direkt an der Nordsee entlang zu einem langen ausgedehnten Spaziergang ein. Dieser Stellplatz ist kostenlos, Strom muss natürlich bezahlt werden.

Zurück zum Thema Wind: Als wir ankamen, wehte eine steife Brise, wie man hier im Norden sagt. Das Wohnmobil schaukelte ein wenig, aber es war im Rahmen, auszuhalten.

Herrlich gelegen, und ganz für uns allein:

 

Wir entschieden uns, auf den Deich zu gehen, um an der Nordsee zu spazieren.

Nun, und da wurde es dann richtig windig:

Wieder runter vom Deich war es aber in Ordnung, weniger Wind. Und ein ellenlanger Weg zum Spazieren, direkt an der Nordsee.

Wieder zurück im Wohnmobil wurde der Wind heftiger. Inzwischen hatte sich die Vorhersage auch geändert, Windstärke 10. Dazu fing ein Bauer auf dem Feld nebenan, Gülle auszufahren.

Fantastisch. Gülle, starker Wind. Den Rest kann man sich denken.
Also auch hier war es dann nicht gescheit zu bleiben. Das Wohnmobil schaukelte immer heftig auf, an Schlaf wäre da kaum zu denken gewesen. Ich bin nun nicht empfindlich, was das angeht, ich bin jahrelang als Kind mit meinem Vater zur See gefahren, aber dass war doch zuviel. Wenn man beim großen Geschäft fast von der Brille rutscht, sollte man lieber weiterziehen 😉

Auf ging es also nach Niebüll, ein wenig landeinwärts, etwas weniger Wind – hoffentlich.

Niebüll hat einen großen Stellplatz für ca. 24 Wohnmobile, direkt am Markt, 2 Minuten zu Fuß in die Innenstadt. Kosten 5,- EUR pro Nacht, was wir als wirklich angemessen empfinden, verglichen mit den Preisen, die teilweise aufgerufen werden für simple Stellplätze, die nicht mal Strom oder Entsorgung bieten. Entsorgung ist vorhanden, Frischwasser wohl auch, da war aber eine Plastiktüte über den Automaten, klar, ist ja Winter, kann ich also nicht besstätigen. Entsorgung Toilette kostet da 1,- EUR. Wir nutzen aber eine Trockentoilette, da entsorgen wir erst nach zwei Wochen, und auch nicht in solche Stationen.

Da es bereits dunkel war, als wir in Niebüll ankamen, haben wir die Stadt mit den Hunden nur im Schnelldurchlauf durchquert, und am nächsten Tag, ein wenig durchgeschaukelt, denn der Wind kaum auch nach Niebüll, sehr lange geschlafen. Viel war aber auch am Sonntag nicht los in Niebüll, es sollte wohl ein Frühlingsfest geben, aber davon haben wir nichts gesehen, außer offenen Läden und einigen Plakaten, die darauf hinwiesen. Wir waren wohl zu früh, vielleicht sind es da ja auch alles Langschläfer. Oder aber wir waren am falschen Ort, so ganz sicher sind wir uns da nicht.

Diese Tour war kurz, nur eine Nacht, aber doch weit herum gekommen und einiges an Natur gesehen. Es war dringend nötig, nach einigen Wochen anstrengender Arbeit etwas abschalten zu können. Das können wir im PeBe-Mobil am Besten – alle Gedanken und Pflichten zuhause sind dann so weit weg. Wie sagt man: Aus den Augen, aus dem Sinn. 😉

In etwas über eine Woche geht es dann länger unterwegs, geplant ist eine Fahrt in die Eifel. Wir berichten dann davon, mit mehr Fotos, versprochen.

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Das Pe in PeBe

Wenn ich nicht gerade mit meiner Frau und unseren beiden Hunden umher reise, dann arbeite ich in meinem eigenen Unternehmen Namensschilder Systeme Siedenburg (http://www.namensschilder24.de). Wir fertigen Namensschilder für Kunden in ganz Europa. In meiner Freizeit außerhalb der Arbeit beschäftige ich mich mit alten Computern der 70er, 80er und 90er Jahre, sowie den Spielkonsolen aus dieser Zeit. Ansonsten spiele ich noch gerne auf meinem Yamaha Genos Keybord, versuche mit an der Mundharmonika und am Theremin. Musik ist mir sehr wichtig, sie gibt mir einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag, und sogar auf Reisen muss es manchmal mit, dann aber nicht das große Genos, sondern ein kleines USB Keyboard, dass dann am Mac (genauer ein Hackintosh) genutzt wird und mit Logic Pro X zusammenarbeitet. Desweiteren unterwegs gerne mal, wenn das Wetter schlecht ist, eine Runde Zocken auf der Nintendo Switch oder am Laptop. Oder was lesen, in der Regel Magazine wie P.M, Nat Geo oder ähnliches.

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