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Warum wir auch ohne Solar autark sind

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9. März 2019

Wir bezeichnen unser Wohnmobil als autark. Zumindest so autark wie wir es benötigen.
Ich wurde gefragt, wie ich denn auf die Idee käme, ein Wohnmobil ohne Solarzellen auf dem Dach als autark zu bezeichen?

Gut, ich will kurz erklären, warum wir keine Solarzellen auf dem Dach haben. Technisch wäre es kein Problem, der Platz ist eingeschränkt, aber ein paar Watt bekämen wir zusammen.


Also warum kein Solar und dennoch autark?

Als wir unser PeBe-Mobil neu hatten, war es mit einer 80AH AGM-Batterie ausgestattet. Damit kamen wir im Winter mit Not und Mühe 2 Tage aus, denn nach 40Ah, also knapp 50%, mehr oder weniger, sollte man eine Bleibatterie aufladen. Manche entladen auch weiter, aber ich wollte damals auf Nummer sicher gehen.

Nach und nach kamen dann noch andere Geräte in PeBe-Mobil, ein Wechselrichter mit 300W, ausreichend für Notebooks und um Mal eine Runde XBOX zu zocken, ich spiele halt einfach gerne mal zur Entspannung. Dazu dann Fernseher, Tablets und Handies, und ein Dyson Staubsauger und Notebooks wollen auch betrieben bzw. geladen werden.

So wurde es dann langsam eng, zwei Tage waren jetzt kaum zu machen. Ich überlegte, ob Solar sinnvoll wäre und kam zum Schluß, dass es für uns nichts wäre, weil es nicht in unser Reiseprofil passt. Zuerst fahren viel viel nach Skandinavien, der Ertrag wäre dort mit der kleinen Fläche nicht sehr gut, und wir fahren sehr viel im Winter, da wäre es meist nur Ballast, und den können wir bei 3,5t zulässiger Gesamtmasse nicht brauchen. Wir können zwar knapp 700kg zuladen, aber selbst damit wird es manchmal knapp. Voller Wassertank, zwei große Hunde und der Bedarf für zwei, drei Wochen knapsen auch am Gewicht, und jedes Kilogramm weniger Grundgewicht ist ein Kilogramm, dass wir sinnvoller nutzen können.

Was taten wir also statt dessen? Wir tauschten die AGM gegen einen Lithiumbatterie mit 200Ah. Wir haben eine Selbstbaulösung, können aber aufgrund von Erfahrungsberichten anderer Victron empfehlen. Unsere ist jetzt nicht nur leichter als die AGM, nur knapp 28kg (die Victron im Link ist schwerer) sondern bietet auch knapp das 5-fache an Kapazität, dazu unten mehr.

Wir verbrauchen im Winter am Tag im Schnitt ca. 20Ah (selten auch maximal 30Ah), mit Fernsehen, Notebooks, Licht, Heizung etc. Das heißt, mit einer Ladung kämen wir theoretisch bis knapp 10 Tage aus, denn einen LiFeYPo4-Akku dar man bis fast 100% entladen, in der Praxis entladen wir bis maximal 30%, das auch noch sieben Tage. Und da wir selten länger als 2 Tage an einem Ort stehen, übernimmt der Ladebooster mit 25A das Laden auf der Fahrt zum nächsten Ort, in der Regel fahren wir 2 1/2 – 3 Stunden, d.h. es werden wieder ca. 60Ah bis 75Ah nachgeladen, mehr als genug, um wieder 2-3 Tage zu stehen. Im Sommer geht es natürlich noch länger, da dann weniger Strom benötigt wird, da man weniger Licht benötigt und nicht heizt.

Für uns also ist eine Solaranlage auf dem Dach sinnfrei, sie wäre nur unnötiger Ballast. Sie passt einfach nicht in unser Reiseprofil.

Vielleicht versteht jetzt ja mancher, warum wir für unsere Ansprüche autark sind, obwohl wir keine Solarpanele auf dem Dach haben.

Bevor uns der Strom ausgeht, ist der Kühlschrank leer, das Wasser alle oder die Trockentrenntoilette voll. Darum bezeichen wir uns als autark.



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Pe & Be
Irgendwo, Erde

Wir sind Pe & Be. Wir und unsere Briards Hedda und Flóki reisen in Europa mit unserem Wohnmobil, dem PeBe-Mobil. Meist sind wir im nördlichen Europa unterwegs. Wir stehen meist frei, das heißt mitten in der Natur, wo es geht, auf einem Stellplatz werdet ihr uns eher nicht finden. Hier wollen wir euch von unseren Reisen erzählen und Tipps, Tricks und Erfahrungen zum Leben im Wohnmobil geben.