Trockentrenntoilette im Wohnmobil – einfach aber funktional! 👍

Trockentrenntoilette im Wohnmobil – einfach aber funktional! 👍

Nachdem wir das PeBe-Mobil einen Monat hatten, flog die Kassettentoilette bei uns bereits raus und wurde durch eine Trockentrenntoilette ersetzt. Unseren Selbstbau möchten wir hier vorstellen. Da uns die fertigen Lösungen zu teuer und auch zu groß für unser Bad waren, haben wir kurzerhand die Toilette selbst gebaut, was mit dem Trenneinsatz sehr leicht geht.
Nach nun bald zwei Jahren sind wir noch immer zufrieden wie am ersten Tag, die Trockentrenntoilette ist eines der besten Dinge, die wir nachträglich geändert haben.
Wir können jedem raten, auf eine Trockentrenntoilette zu setzen, oder sich zumindest einmal intensiv damit zu beschäftigen. Es ist sauberer als mancher glaubt und dazu
noch sehr komfortabel und flexibel in der Handhabung.

Trenneinsatz: https://amzn.to/2GPn7Km *
(Im Netz auch ohne Toilettenbrille zu finden, also nur der Einsatz)

Angeleimer: https://amzn.to/2PzqJmB *
Weithalskanister: https://amzn.to/2GTkLdC *

Das Holz haben wir auf Maß zuschneiden lassen, Kleinmaterial wie Scharniere etc. gibt es beim Baumarkt eures Vertrauens 😉

1000€ Naviceiver oder billiges Android Autoradio?

1000€ Naviceiver oder billiges Android Autoradio?

Wir nutzen im Pebe-Mobil ein Android Autoradio mit einer modifizierten Firmware, die das Autofahrerleben etwas angenehmer macht. Die Markengeräte waren uns einfach zu teuer, wenn auch sie gut aussehen und von der Qualität durchaus beachtlich sind.
Unser Radio und einige Features der modifizierten Firmware stellen wir euch hier vor.

Fiat Ducato 2011-2015 Ölwechselanzeige zurücksetzen

Fiat Ducato 2011-2015 Ölwechselanzeige zurücksetzen

Wenn ihr den Ölwechsel selber macht müsst ihr den Zähler für den Ölwechsel zurücksetzen. Im Netz heißt es so gut wie immer, das könnte nur die Fiat-Werkstatt mit dem Diagnosegerät,  das ist aber nicht richtig. Auch gibt es viele Anleitungen auf Youtube, die aber nicht für Modelle von 2011-2015 funktionieren, in unserem Fall der 2.3 Multijet mit 130PS. Dieser Weg hier kann auch für die anderen Motorisierungen aus diesen Jahrgängen funktionieren, schreibt in die Kommentare, ob das der Fall ist.

 

So geht es:

  1. Gaspedal durchtreten und während des ganzen Vorgangs durchgetreten lassen.
  2. Zündung einschalten, aber nicht den Motor starten.
  3. Gaspedal 15 mal durchtreten und dann durchgetreten lassen.
  4. Jetzt 10 Mal das Bremspedal durchtreten – dabei immer den Fuß auf dem Gaspedal lassen.
  5. Bremse durchgetreten lassen.
  6. Zündung ausschalten.
  7. Gaspedal loslassen, Bremse loslassen.
  8. Motor starten.

Jetzt sollte der Zähler für den Ölwechsel wieder zurückgesetzt sein, sobald ihr die Zündung einschaltet.

Viel Erfolg!

Einbau 200Ah Lithium LiFeYPO4 unter den Fahrersitz

Einbau 200Ah Lithium LiFeYPO4 unter den Fahrersitz

Ein paar Impressionen beim Umbau der 200Ah LifeYPO4 aus der externen Box unter den Fahrersitz.

 

„Sicherheitschlösser“ in Campingfahrzeugen und ihre versteckten Generalschlüssel

„Sicherheitschlösser“ in Campingfahrzeugen und ihre versteckten Generalschlüssel

Sehr interessant, und leider auch ein wenig schockierend.
Beitrag auf der Easterhegg des CCC zu den Schlössern an Wohnmobilen und Wohnwagen.

 

Ein neuer Naviceiver / Moniceiver

Ein neuer Naviceiver / Moniceiver

Das bisherige Autoradio, ein Tristan Auron BT2D7013C Autoradio + DAB300+ Box 6,5“ 

welches bisher seine Dienste tat, wurde jetzt ersetzt. Grund war die unzufriedenstellende Qualität von der technischen Seite her. Es lief, aber die Navisoftware stürzte regelmäßig ab, das Hochfahren dauerte gefühlte Ewigkeiten, der Klang war nicht sehr gut und die Oberfläche sehr gewöhnungsbedürftig mit ihren bunten Bilchen, die dazu noch animiert sind. Da Gerät selbst ist WinCe bassiert, ich kann nach der Erfahrung mit diesem Gerät jedem nur davon abraten, auf dieses System zu setzen, es ist einfach zu unflexibel und langsam.

Vor einigen Tagen wurde das neue Autoradio dann geliefert, ein aktuelles Gerät mit Android 8, mit dem wir dann auch ins Internet können, z.B: um mit GoogleMaps zu suchen oder direkt Internetradio im Ausland zu hören oder oder Spotify direkt auf dem Gerät zu bedienen. Stellplätzführer sind so auch direkt auf dem Gerät bedienbar.

Das neue Gerät ist das PUMPKIN Android 8.0 Octa Core Autoradio 4GB+32GB, ein Doppel-Din Gerät, das vielversprechend aussah. Bewertungen waren soweit gut, bis auf einige Ausreißer, die man aber wohl immer wieder findet bei Bewertungen.

Die Features lasen sich auch ganz nett:

  • MirrorLink (Easyconnect App erfordlich):
  • Android Smartphone: der Handy-Bilschirm kann per USB-Kabel auf dem Gerät-Bildschirm angezeigt und angesteuert werden
    iPhone(Air Play): der Handy-Bildschirm kann per WLAN-Verbindung gespiegelt werden
  • Unterstützt Online- und Offline-Navi-Apps
  • Vorinstallierte Online-Navi-App Google Maps. Sie können andere Navi-Apps in Play Store herunterladen.Bluetooth 4.0:
  • Eingebautes Mikrofon für Freisprechfunktion
  • Externes Mikrofon für eine bessere Sprachqualität
  • Bluetooth Musikwiedergabe per A2DP App (erfordlich) im Gerät, Telefonbuch-Synchronisierung, Schnelle KontaktsucheFM/AM/RDS Radio:
  • Markenradio-IC: NXP TEF6686, für einen besseren RadioempfangDAB+ Digitalradio(Optional): Benötigen DAB+ Box (Suchen NA7001B in unserem Shop) 
  • Klang in der Audio-CD nahe kommende Qualität und rauschfreie Übertragung machen DAB Radio zum besonderen Erlebnis im Fahrzeug.USB/SD:
  • Unterstützt USB-Stick / Micro SD-Karte bis 128GBWLAN/4G
  • 4G(Optional): Benötigen einen externen USB 4G Modem.
  • Besser WLAN-Emfang mit 1,5M WLAN-AntenneKamera-Eingang(Optional, Y0801/ Y0812 in unserem Shop suchen)
  • Unterstützt die Rückfahrkamera mit Cinch-Anschluss.
  • Es wird sich automatisch auf Rückfahrkamera umschalten, wenn der Rückwärtsgang eingelegt wird.

Letzte Woche kam es dann endlich an, und es ging gleich an den Einbau. Dabei gab es leider ein paar Tücken, denn das Gerät ist nicht ganz nach Doppel-DIN, und es ist auch kein Einbaurahmen enthalten, der muss also zusätzlich bestellt werden, wenn noch nicht vorhanden. Das war, für den Einbau, aber die einzige Hürde, denn die Maße des Gehäuses selbst passen genau, allerdings die Front nicht. Standardblenden nach Doppel-DIN passen nicht! Es passt nur die mitgelieferte Blende. Und die ist wiederrrum zu breit für den Einbauschacht im Ducato, weil die Blende auch in der Breit nicht nach DIN ist. Mann kann die Blende zurechtschneiden, aber das sieht nicht aus, Kunststoff lässt sich nur sehr schlecht schneiden, das wird in der Regel nie sehr sauber. Ich hab’s versucht, passte, aber sah nicht aus.

Da mir das Radio aber im Ganzen gefiel, es startet zügig, bei kurzen Halts, wie beim Tanken z.B., startet es innerhalb von 1 Sekunde! Ist der Strom länger weg, braucht es aber wie die meisten Androidradios aber wieder knapp 20-30 Sekunden.

Ich entschied mich also, das Radio ohne die Blende einzubauen, und mir selbst etwas einfallen zu lassen.

Das ist dann dabei herausgekommen:

Ich habe für den Bereich oben und unten Metallbleche aus 0,5mm Aluminium passend zugeschnitten und mit roter Folie bezogen, so dass diese dort das noch sichtbare des Einbaurahmens abdecken. Ich finde, dass kann sich sehen lassen, das ganze Cockpit bekommt so noch ein wenig Farbe und wirkt frischer.

Die Startseite habe ich auf dem Gerät durch Auto Launcher AG ersetzt, diese lässt sich gut konfigurieren und gibt dem ganzen eine professionelle Optik.
Als Navisoftware kommt iGo zum Einsatz, diese hatte ich bereits auf dem Gerät zuvor eingesetzt. iGo lässt sich sehr gut konfigurieren, und mit den entsprechenden Modulen berücksichtigt es auch Wohnmobile, Länge, Breite, Höhe, Gewicht etc. lässt sich angeben und es navigiert dann so, dass die berücksichtigt wird. In den letzten 6 Monaten hat das sehr gut funktioniert.

Verkehrsfunk hat dieses Radio leider nicht, die Navigationssoftware setzt da aufs Internet, d.h. ich muss das Radio vor der Fahrt mit dem Handy koppeln, oder einen optional erhältlichen USB-Stick nutzen, der das Radio ins Mobilfunknetz einloggen lässt. Wer einen Router im Wohnmobil hat, der meldet das Radio dann da an.

iGo ist leider nicht ganz günstig, wenn man alle Module dazu kauft, allerdings war es mir das wert, denn die Software lief im alten Autoradio absolut zuverlässig, navigierte uns immer sicher ans Ziel und die Software ist schnell, sehr schnell. Eine Routenberechnung letztens über knapp 800km, keine Autobahnen, dauert knapp 3 Sekunden.In wie weit der Verkehrsfunk übers Internet funktioniert, kann ich keine Angaben machen, dafür ist das Gerät noch zu neu.
Und die Oberfläche und die Bedienung sind gut, nicht so vermurkst wie bei Sygic, was ich als grauenhaft empfand.

Streaming von Spotify, das Surfen im Netz und die anderen Funktionen funktionieren jedenfalls einwandfrei, und das Gerät reagiert sehr gut auf die Touchscreeneingaben.

Die Beleuchtung der Tastatur lässt sich übrigens stufenlos in alle möglichen Farben verändern, so dass es gut zur Intrumentenbeleuchtung passt.

Der Klang ist definitiv besser als beim Radio zuvor, und zusammen mit den neuen Lautsprechern ist der Klang fast so gut wie im PKW zuhause, ohne Surround zwar, aber gut, dass könnte man noch nachrüsten 😉 Klare saubere Bässe, es säuft nichts ab, und die Mitten und Höhen kommen sehr gut raus. Hätte ich dem Chinakracher so nicht zugetraut.

Ich bin bisher sehr zufrieden mit dem Radio, freue mich jetzt auf die erste Tour, die morgen startet, da darf es dann endgültig seine Qualitäten beweisen.

 

Besserer Klang im Ducato

Besserer Klang im Ducato

Der Klang im Ducato ab Werk ist vorhanden, als mehr würde ich es nicht bezeichnen. Angenehm ist er aber nicht. Zu blechern, kaum Höhen und Bass ist so gut wie nicht vorhanden.

Da ich ein wenig vom PKW verwöhnt bin, wurde es jetzt dann mal Zeit, den Klang ein wenig zu verbessern.
Der Zubehörhandel bietet dafür passende Lautsprechersets an, die alles enthalten, was man benötigt. Mit diesen ist der Wechsel in kurzer Zeit erledigt, ich habe knapp 20 Minuten für beide Seiten gebraucht.

Eingebaut wird das Set DCS65 von ESX, welches 2 Mitteltonlautsprecher, 2 Hochtöner und passende Kabel enthält. Es ist also ein klassisches Zwei-Wege-System, Kosten um 150,- EUR herum. Dieses Systen ist für den Ducato optimiert, und durch 3Ohm Impedanz nutzt es die gelieferte Leistung etwas besser aus als 4Ohm Lautsprecher, was sinnvoll ist, da Autoradios ohne externen Verstärker oft recht wenig Leistung bieten. Lasst euch dabei nur durch so nette Angaben wie 200W RMS täuschen.

Dieses System passt auch für folgende anderen baugleichen Fahrzeuge:

FIAT DUCATO III (TYP 250, AB 2006), DUCATO IV (TYP 290, AB 2015)
CITROËN JUMPER II (TYP 250, AB 2006), JUMPER III (TYP 290, AB 2015)
PEUGEOT BOXER II (TYP 250, AB 2006), BOXER III (TYP 290, AB 2015)

Komplettset für besseren Sound im DucatoZuerst kommen die Mitteltöner dran.

Dafür muss die Blende der Lautsprecher in der Tür gelöst werden. Diese sitzen recht fest, am besten unten etwas drunterhebeln, z.B. einen Schraubendreher, den man aber mit etwas Stoff umwickelt, damit der Lack nicht zerkratzt werden kann. Die Blenden sitzen wirklich SEHR fest, also beherzt dabei.

Zum Vorschein kommen die Originallautspecher, die Schrauben lösen und herausnehmen.

Ebenso danach die Metallverstärkung dahinter lösen, diese brauchen wir nachher nicht mehr.

Als nächstes dämme ich das Blech innen, damit der Klang etwas besser wird. Dafür verwende ich selbstklebendes Alubutyl. Einfach durch die Öffnung einbringen und soweit abkleben, wie man mit der Hand hineinkommt. Natürlich könnte man die ganze Verkleidung der Tür lösen und die Tür komplett dämmen, das habe ich mir aber erspart, denn die Verkleidung am Ducato abzubauen ist schon ein Riesenaufwand. So kommt man aber weit genug, dass es ausreicht.

Jetzt den Adapterring montieren, die Originalschrauben der Metallverstärkung können dafür verwendet werden. Der Ring passt nur in eine Position, wenn es erst nicht passt, einfach weiterdrehen, bis er gut sitzt.

Jetzt noch die neuen Lautsprecher mit dem Kabel aus dem Set anschliessen, es ist Verpolungssicher, und den Lautspecher auf den Adapterring halten und mit den mitgelieferten Schrauben festschrauben.


Das war es schon mit der Tür.
Zum Schluss wieder die Blende aufklipsen.

Kommen wir zum Hochtöner.

Dieser kann hinter die Verkleidung der A-Säule angebracht werden, dann verschwindet er optisch, oder aber mit den Sockeln aus dem Lieferumfang auf das Armaturenbrett montiert werden. Ich habe mich für zweiteres Entschieden. Ob der Klang dadurch besser ist, weiß ich nicht, ich mag es einfach optisch leiden, wenn man die Hochtöner sieht.

Die Blende der A-Säule ist nur geklippst. Vorher die Dichtung am Türrahmen herausziehen, diese ist nur aufgesteckt und dann die Blende mit etwas Kraft abziehen. Habt ihr eine Verdunkelung montiert, so müsst ihr diese noch lösen, oben am Dachhimmel sind die Schrauben dafür. Seid beim Lösen der Blende mit Verdunkelung vorsichtig, denn in der Verkleidung sind dann einige Kunststoffteile, nur nur aufgeschoben sind und beim Abnehmen abfallen könnten, mit Pech hinter das Armaturenbrett, dann findet ihr sie nie wieder.

Bei mir hat es gereicht, nur die erste Schraube am Dachhimmel zu lösen, damit ich an das Kabel für die Hochtöner hinter der Blende kam, diese sind ab bereits vorgerüstet. Und da ich die Hochtöner nicht hinter die Blende montieren wollte, musst diese bei mir nicht ganz ab, nur soweit, dass ich an die Kabel dahinter kam.

Der Höchtöner wird dann entweder hinten an der Blende befestigt, oder, wie bei mir, auf dem Armaturenbrett, nachdem ich das Kabel unter der Blende herausgeführt habe. Achtet darauf, dass ihr erst das Kabel durch den Sockel führen müssen, wenn ihr es auf dem Armaturenbrett montiert, und dann den Sockel dort auf dem Armaturenbrett montiert, wo er sein soll. Wenn ihr ihn verschraubt, dann macht es jetzt, wenn der Lautsprecher in den Sockel gedrückt wurde, kommt ihr nicht mehr an die Schrauben ran!

Wenn ihr es hinter der Blende befestigt, müsst ihr evtl. ein wenig Heißkleber benutzen, um den Hochtöner sicher zu befestigen.

Das war es auch schon. Das ganze für die andere Seite wiederholen und den neuen, besseren Klang im Ducato genießen!

Der erste Test war natürlich sofort fällig. Und ich bin recht beeindruckt. Der Klang ist um Welten besser, was auch den Hochtönern geschuldet ist, denn der Hochfrequenzbereich war zuvor überhaupt nicht vorhanden. Aber auch die Mitteltöner haben einen besseren Klang als die originalen Lautsprecher, der Tieftonbereich ist sauberer, nicht so schwammig und knackiger. Ich kann lauter aufdrehen als zuvor, bevor der Klang verzerrt, und es ist soviel Bass vorhanden, dass die Verkleidung zu vibrieren beginnt, da werde ich also wohl demnächst ein wenig Abhilfe schaffen. Es kommt natürlich nicht ganz an die Surroundanlage in meinem PKW ran, in dem 10 Lautsprecher sowie Subwoofer verbaut sind, aber für den Zeitwand und die Kosten, knapp 150,- EUR, mehr als empfehlenswert! Demnächst werde ich den Naviceiver noch gegen ein ‚Billiggerät‘ von Pumpkin auf Androidbasis tauschen, da werde ich dann bei Zeiten auch berichten.

 

Lithiumbatterie im Selbstbau

Lithiumbatterie im Selbstbau

Vorab:
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es lebensgefährlich sein kann, mit Hochstromakkus zu arbeiten. Jeder der  mit und an diesen Akkus arbeitet, macht dies auf eigene Gefahr!

Wir hatten im PeBe-Mobil eine AGM-Batterie mit 80Ah ab Werk. Das ist nicht viel, reichte uns für 1 1/2 Tage im Winter, und da wird es schon sehr knapp, immer ein Auge auf den Batteriecomputer. Das Notebook damit lange am Strom zu haben war z.B. nicht drin, denn das schluckt auf 12V mal eben knapp 6A, wenn ich da Akkus einmal auflade, was bei meinem. Notebook knapp 5 dauert, ist die AGM schon am unteren Ende angelangt. Gibt sicher bessere Notebooks für das Wohnmobil, ich allerdings zocke auch daran, und die schlucken nun mal gut Strom.

Da wir ein wenig autarker unterwegs sein möchten, nicht auf Stellplätze mit Strom angewiesen sein wollen, musste also etwas stärkeres her. Lithium kam da schnell in den Sinn, wenn auch teurer auf den ersten Blick.

Aber nur auf den ersten. Auf den zweiten nicht mehr so sehr. Erstens kann ich die Lithium fast ganz leer nutzen, ohne dass die Zyklen leiden – bei der AGM gerade mal 50%, also nur 40Ah nutzbar, und ich habe mehr Kapazität bei weniger Gewicht.

Für vergleichbare , sogar etwas mehr Leistung , wäre eine Lithium mit 60Ah ausreichend gewesen, aber wenn ich schon umrüste, dann soll es auch was bringen, die paar Kilo Gewicht die spare, wären mir nicht genug gewesen, um den Preis zu rechtfertigen. 400Ah in Blei wären auch nicht ganz billig, und die Zyklen sind gering im Vergleich zur Lithium. Lithium hat mehrere Tausende Zyklen wenn nicht voll entladen, bei AGM, GEL etc. sind es nur einige Hundert, wenn max 50% entnommen wird. Rechnet man sich das dann hoch, erkennt man, dass Lithiumbatterien nicht wirklich teurer sind. Die Erstanschaffung haut rein, aber dafür hat man viel länger was davon – und mehr Leistung.

Ich habe mich also dafür entschieden, 200Ah Lithium einzubauen, das entspricht fast 400Ah mit herkömmlichen Bleiakkus – mehr als genug Strom und tagelang autark zu stehen – auch ohne Solar.

Zum Vergleich: Unsere 80Ah Blei wog ca. 26kg, effektiv 40Ah. Die 200 Ah Lithium wiegen 28kg, effektiv fast volle 200Ah. Bei 5xfacher Kapazität nur 2kg mehr. Das kann sich sehen lassen.

Fertige Lithiumbatterien mit dieser Leistung kosten aber gerne mal eben 2000 EUR, mir zu viel, auch wenn es das Portemonnaie hergibt – und ich bastel nun mal auch gern.

Vorteil aber: es sind 1:1 Lösungen, sprich: in der Regel einfach tauschen und fertig. Wer sich den Selbstbau nicht zutraut, sollte auf so etwas zurückgreifen, muss aber teuer bezahlen.

Ich entschied mich also zum Selbstbau.

4 Lithium Zellen, Verbinder, Balancer. Mehr braucht es im Grunde nicht – wenn man ein wenig Mut hat. Ein BMS setze ich nicht ein – manche sagen, es ist zwingend nötig, andere verzichten darauf und setzen stattdessen ein Celllog ein, um die einzelnen Zellen zu überwachen, so auch ich. Wenn das Wetter mal besser ist und mir langweilig wird, kommt aber noch eine Unterspannungssicherung rein. Auf dem Foto ist der Celllog übrigens noch nicht verdrahtet.

Die Batterien sind in einem Holzkasten hinter den Fahrersitz eingebaut, nach unten sind die Batterien belüftet, so dass Luft zirkulieren kann, um eventuelle Wärme abzuleiten. Hätte mit etwas Arbeit wohl auch unter den Sitz gepasst, aber wie ich schon beim Ladebooster erwähnte: ich bin beque, und der Platz zwischen Dinette und Fahrersitz war bisher ungenutzter Platz. Wer mag, kann die Box auch aus Metall bauen – ich entschied mich für Holz, weil ich das besser bearbeiten kann. Der Optik halber habe ich die Platten noch mit Folie überzogen – Lackieren wäre sicher auch gegangen, aber da ich noch Folie über hatte – und bequem bin…
Der Deckel ist auf dem Foto nicht zu sehen, der sitzt natürlich noch darüber, damit nichts auf die Batterien fallen kann, und ist zu den Seiten leicht offen, eben für die Luftzirkulation.

Eine Bauanleitung gibt es von mir nicht, denn der Selbstbau so einer Batterie ist nicht ohne. Diese Batterien haben POWER! Damit kann man Schraubenschlüssel leicht an die Pole anschweißen, wenn man diese damit kurzschließt.
Ich sage nicht, dass es schwer wäre, sich so einen Akku selbst zu bauen, denn das ist es in der Tat nicht, aber es ist nicht ganz ohne – ein Wohnmobil damit in Brand zu stecken wäre ohne weiteres möglich.

Die Brandgefahr der LiFeYPO4 Batterien selbst ist eher gering, das betrifft eher LiPo, die chemisch anders aufgebaut sind.

Wichtig: Wer sich so eine Batterie einbaut, sollte unbedingt darauf achten, dass es LiFeYPO4 Batterien sind, das Y ist wichtig! Nur diese Batterien sind auch unter 0°C zu laden, was Lithium Batterien ohne das Y – welches für Yttrium steht – nicht sehr mögen. Und wer jetzt meint, im Wohnmobil wäre es nie so kalt sollte bedenken, dass er vielleicht mal im Winter unterwegs ist, den Wagen einige Tage stehen hatte und es dann im Wohnraum durchaus eisig sein kann. So müsste dann erst geheizt werden, bevor man losfahren könnte.

Bezogen habe ich die Batterien von EV-Power, kosten knapp 1000 EUR für mich. Es gibt dort auch ein Komplettpaket mit fast allem, was man braucht. Nothnagel Marine bietet auch etwas an. Selbst bräuchte man noch einen Lötkolben um die Balancer mit den nötigen Kabeln und Kabelösen zu versehen, oder man bestellt sich nur die benötigten Akkus , Balancer und eine Unterspannungssicherung, wie z.B. von Viktron. Das ganze ist dann ohne ein BMS, wie bei mir. Wer auf Nummer sicher gehen will, sich es nicht zutraut, von der Elektrik keine Ahnung hat und einen Lötkolben nur von Bildern her kennt, sollte aber lieber auf fertige Systeme ausweichen, die dann allerdings um einiges teurer sind.

Lithium Akkus soll man vor dem ersten Einsatz initialisieren, d.h. sie so laden, dass alle gleich geladen sind und für den Einsatz vorbereitet sind. Meine waren vorab initialisiert, diesen Service bieten manche Lieferanten an. Einen Drift, wie so oft erwähnt, kann ich auch ohne BMS nicht feststellen. Ich messe die Akkus regelmäßig auch noch einzeln durch, in der Regel 2-3 mal die Woche – daher auch die Box, die zu öffnen ist und ich so leicht an die Zellen komme. Die Balancer erledigen das Balancieren bisher sehr gut bei mir.

Frank Kaminsky hat einen schönen Beitrag über einen Selbstbau, etwas aufwendiger als meiner.

Zum Schluss noch die Frage, ob ein neues Ladegerät her muss:
Jeder Verkäufer wird sagen: JA! Unbedingt. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit, denn LiFeYPO4-Zellen lassen sich auch wunderbar mit vielen herkömmlichen Ladegeräten laden, in der Regel auf der Nass/Säure Einstellung. So auch bei mir, der Ladebooster ist darauf eingestellt. Warum empfehlen Verkäufer dann ein spezielles Ladesgerät? Na, die Antwort liegt auf der Hand – sie wollen verkaufen.

Erfahrung nach knapp zwei Monaten:

Nie mehr ohne! Wir haben Strom im Überfluss. Und unglaublich, wie stabil die Spannung bleibt.

cof

Weiterer Vorteil: Die Lithium lassen sich effektiver laden. Bisher hat der Ladebooster in der Regel volle 25A reingepumpt, bis kurz vor vollen Batterien. Und unglaublich, wie lang der Strom reichen würde. Mit den üblichen Verbrauchern Licht und Heizung und Handy am Ladekabel verspricht der Batteriecomputer bei fast voller Ladung der Batterie eben 287,5 Stunden Restlaufzeit – das sind fast 12 Tage! Wohlgemerkt im Winter mit der Heizung. Wenn wir noch ein wenig abschlagen, die Heizung lief nicht mit Volllast und der Fernseher war nicht an, sollten noch immer 150 Stunden drin sein, auch mehr als genug, nach sechs Tagen hätten wir schon längst den Platz gewechselt und die Batterie wäre wieder geladen. Wie beim Ladebooster schon erwähnt: Wir stehen in der Regel nur 1-2 Tage frei – in der Zeit bekommen wir die Batterie nicht leer. Hatten ich zuvor noch mit Solar geliebäugelt, so steht derzeit fest: Solar benötigen wir bei unserem Reiseverhalten nicht.

Wir sind zufrieden, ein Stückchen Autarkie mehr.

Update 21.4.18:

Die Batterie tut noch immer wunderbar ihren Dienst, ist jetzt aber unter den Fahrersitz verfrachtet worden. Nach ein Wenig Gebastel am Gestell, wirklich nur wenig, passt Sie dort wunderbar hinein. Knapp, aber es passt.

 

Auf Wunsch noch ein paar Bilder vom Einbau liegend unter dem Fahrersitz:

Blick von vorn. Das Halteblech für die Serienbatterie an der Bodenplatte musste weichen.

 

Blick von Hinten. Die Zellen verzahnen sich und können nicht rutschen. Von noch mit einem Gurt fest gesichert.

Blick von der Fahrertür. Wie man sieht, passt es ganz knapp. Aber es passt.

Trockentrenntoilette

Trockentrenntoilette

Wir wollen autark sein, ein wenig mehr als der übliche Wohnmobilfahrer. Die Kassettentoilette ist nicht hilfreich, da wir diese alle 4 Tage leeren müssen, sie Wasser verbraucht und uns auch sonst nicht wirklich gefällt. Chemie* ist das eine, kann man drauf verzichten, dann riecht es aber, es sei denn, man baut eine SOG-Anlage* ein, aber auch die löst nicht das Problem, dass man häufig leeren muss, und dazu auch wirklich nur da leeren kann, wo eine Entsorgungsstation ist.

Also haben wir entschieden, eine Trockentrenntoilette* einzubauen.

Das Prinzip einer solchen erklärt Wikipedia ganz gut:

Bei der Trockentrenntoilette (TTC) wird die natürliche Trennung menschlicher Ausscheidungen konsequent beibehalten, indem Urin und Exkremente getrennt aufgefangen werden. Hierbei wird der Urin entweder in die Kanalisation abgeleitet oder in einem Behälter aufgefangen und z. B. als Dünger im Garten eingesetzt. Die festen Exkremente und das Toilettenpapier werden unter Beimengung groben, zellulosehaltigen Materials (Rindenschrot, Hobelspäne, Stroh) in einem Behälter aufgefangen, der sich unter dem TTC befindet. Eine spezielle Hygieneklappe sorgt für einen Verschluss des Behälters. Die Feststoffe lassen sich dann kompostieren. Dadurch kann Trinkwasser eingespart und Kläranlagen und Deponien entlastet werden, da der Klärschlamm aus Kläranlagen oft aufgrund enthaltener Schadstoffe als Sondermüll auf Deponien entsorgt werden muss.

Da fertige Lösungen bei uns nicht gepasst hätten, und diese dazu wirklich teuer sind, haben wir uns für einen Selbstbau entschieden.
Das ist nicht schwer, es braucht nicht viel und mit knapp 200,- EUR waren wir dabei.

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Die Toilette ist aus Pappelsperrholz gebaut, 12mm dick, das Material ist sehr leicht und stabil und wird unter anderem auch im Wohnmobilbau verwendet. Dünner an den Seitenwänden vermutlich auch gegangen. Das Pappelsperrholz haben wir im Internet schon fertig zugeschnitten bestellt. Im Baumarkt wäre es sicher auch möglich gewesen, allerdings hatten unsere Baumärke dieses Holz nicht vorrätig, und wenn, dann nur in einer Breite bis 40cm, was zu wenig ist, da der Kasten knapp 45cm hoch ist.

Die alte Kassettentoilette wurde ausgebaut, das sind nur wenige Schrauben, und der Wasseranschluss stillgelegt. Im nächsten Jahr werden wir dort dann eine Außendusche anschließen.

Abgedichtet haben wir den Wasserschlauch mit einem Stück einer Heißklebestange. Das Material ist wasserfest, verrottet nicht und passte genau in den Schlauch, mit einer Schelle festgemacht und gut.

Die neue Toilette ist einfach nur ein Kasten aus oben erwähntem Holz, mit Winkeln innen zusammengeschraubt, in den dann oben ein Loch reingesägt wird, der Privett liegt eine Schablone zum genauen Aussägen bei, darunter (bei uns darüber weil ich das Loch etwas versägt hatte) dann der fertige Trenneinsatz*, der das Feste vom Flüssigen trennt, ein Eimer* für den Kot und eine Flasche*  für den Urin darunter und fertig. Eimer und Flasche werden mit ein paar Kanthölzern, auf dem Boden verklebt, gegen verrutschen gesichert. So einfach ist es im Grunde. Als letztes noch ein einfacher handelsüblicher 12V Pc-Lüfter*, der die Luft aus der Toilette abzieht, nach außen hin mit einer runden Lüfterabdeckung mit Insektenschutz* gesichert, natürlich sauber mit Sikaflex* eingeklebt und abgedichtet. Strom bekommt der Lüfter vom Stromanschluss der für die Kassettentoilette gedacht war, sprich der Anschluss, der die Elektronik in der Kassette versorgt hat. Wenn wir jetzt die Wasserpumpe am Panel ’scharf‘ schalten, geht auch der Lüfter an. Da dieser nur 0,1A zieht, ist der Verbrauch bei unseren 200Ah „Lithiumpower“ zu vernachlässigen. Zu der Kassettentoilette gehen einige Anschlüsse hin, da sollte man nachmessen, denn wenn falsch angeschlossen, läuft auch die Wasserpumpe immer mit, das merkt man dann sofort, dann ist es das andere Kabel mit 12V.

Mit dem Lüfter riecht es jetzt nicht und das Feste wird schneller trocken. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, haben wir Hamsterstreu dabei, mit dem wir das ganze noch abstreuen könnten. Hamsterstreu ist günstig, leicht und bindet die Restfeuchte im Kot recht gut.

Den Toilettenkasten haben wir oben mit zwei Scharnieren eingesetzt, so dass er auch von Ihnen geöffnet werden kann. Vorne noch ein Loch mit der Lochkreissäge gesägt, damit wir von außen den Urinstand kontrollieren können. Befestigt dann das ganze einfach am Boden mit Winkeln.

Zum Abschluss dann noch mit einem Hartwachsöl in einer passenden Farbe gestrichen, so wird der Kasten wasserabweisend und bekommt ein schönes Finish. Die gibt es in vielen Farben, wir haben, wenn ich mich recht erinnere, die Farbe Graphit von der Firma Osmo verwendet, mit zwei Anstrichen war es dann der Grauton, der zu sehen ist.

Der Eimer für das Feste muss jetzt ca. alle 1 1/2 – 2 Wochen geleert werden, das kann in den Restmüll wie Windeln. Mag manchem eklig erscheinen, ist es aber nicht. Kompostieren könnte man es auch. Der Urintank muss alle 2-3 Tage geleert werden, den kann man einfach in jede Toilette entleeren.

Dies ist der Lüfter, wie er beispielhaft etwas Rauch abzieht. Funktioniert gut.

Nach einigen Wochen im Einsatz, kann ich sagen, dass es den doch recht kleinen Aufwand wirklich wert war. Herrlich angenehm, so selten leeren zu müssen, bei unseren Touren, derzeit allerdings erst maximal 7 Tage, haben wir den Feststoffbehälter erst bei Ende leeren müssen, den Urinbehälter wie erwartet, nach knapp 2-3 Tagen, was aber immer unkompliziert war, eine Toilette findet sich eben in der Regel fast überall. Und nein, es stinkt nicht, nicht mal während des Geschäfts, der Kleine Lüfter leistet hervorragende Arbeit. Wir benutzen übrigens einfaches billiges Hamstersteu beim Festen, damit Feuchtigkeit besser gebunden wird.

Update 22.04.18:

Nach einigen Tagen mit 25 Grad und mehr, können wir feststellen, dass es auch dann nicht riecht. Selbst, als der Lüfter zwei Tage ausgeschaltet war, war kein Geruch festzustellen. Wir lassen Ihn dennoch immer laufen, sicher ist sicher 😉

Update 05.09.18
Nach zwei Wochen Norwegen können wir wirklich behaupten: eine Trockentrenntoilette ist mit das Sinnvollste, was man sich in ein Wohnmobil einbauen kann!

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Ein Ladebooster muss her

Die erste Anschaffung für das PeBe-Mobil: ein Ladebooster.

Die Lichtmaschine kann in aller Regel die Aufbaubatterie nicht voll aufladen, da diese mit der Starterbatterie zusammengeschaltet ist während der Fahrt. Und da die Starterbatterie meist nur wenig entladen ist, ist diese auch schneller voll und dann regelt die Lichtmaschine die Leistung herunter, um Kraftstoff zu sparen. Folge: Die Aufbaubatterie kann nicht genug geladen werden.

Dünne Leitungsquerschnitte tun ein Übriges, diese lassen die Spannung abfallen, so dass diese ebenso nicht hoch genug ist, um die Aufbaubatterie genügend zu laden.

Also kam ein Ladebooster ins PeBe-Mobil. Der Ladebooster hilft, die Aufbaubatterie besser zu laden, indem er mehr Strom und mehr Spannung zur Verfügung stellt.

Der Einbau ist nicht sehr kompliziert, wenn man nicht gerade neue Kabel ziehen muss. In der Regel kann der Ladebooster einfach in die + Leitung vor dem Elektroblock eingeschleift und an Masse verbunden. Mehr ist es im Grunde nicht. Mit einem kleinen Ladebooster, der bis zu 25Ah Ladestrom zur Verfügung stellt, müssen in den meisten Fällen auch keine neuen Kabel gezogen werden, die bordseits vorhandene ist in den meisten Fällen ausreichen.

Allerdings eine Warnung zum Selbsteinbau: Auch, wenn wir hier nur mit 12V hantieren: Die fliessenden Ströme können gewaltig sein, und bei Fehlern in der Verkabelung kann es zum Brand kommen. Wer also absolut keine Ahnung von der Elektrik im Wohnmobil hat: Finger weg!

Ich entschied mich für diesen Weg, da ich einfach faul bin – gut, ich ziehe den Begriff bequem vor. Ich wollte keine neuen Kabel ziehen, und 25A Ladestrom würden meine Batterie im günstigsten Fall in 2 Stunden wieder aufladen, denn damals war noch eine 80Ah AGM an Bord. Das sollte ausreichen, wenn wir, wie geplant, täglich den Platz wechseln – den wir wollen reisen, etwas sehen, und nicht tagelang an einem Platz verweilen. Ja, ein größerer Ladebooster wäre schön, aber mit dem Querschnitt der Kabel, die schon verlegt sind, nicht praktikabel. 25A Ladestrom sind nicht sehr viel, aber für uns mehr als ausreichend, da wir unsere Batterie nicht sehr belasten: Licht, Heizung, Handy Laden. Das war es eigentlich schon. Kein Wechselrichter oder dergleichen, was viel Strom ziehen würde. Wir gehören da wohl eher zu den einfacheren Wohnmobilisten, die nicht allen Luxus dabei haben müssen. Und nur um die Ampere geht es ja auch nicht, es geht vor allem darum, dass diese auch bei der Batterie ankommen, was bei uns nur über die Lichtmaschine und Trennrelais nicht der Fall war.

Ich entschied mich für den Votronic Ladebooster VCC 1212-25 IOuU.

Warum? Weil es einerseits der günstigste war, die Erfahrungen im Netz positiv und der am schnellsten geliefert werden konnte.

Und weil ich bereits einen Batteriecomputer von Votronic eingebaut hatte, der zuverlässig läuft und somit mit den Produkten von Votronic gute Erfahrungen gemacht hatte.

Der Einbau war dann in knapp 2 Stunden erledigt, am längsten hat tatsächlich gedauert, das D+ Signal am Elektroblock zu finden, weil ich mich dabei ein wenig dumm anstellte, ich hab irgendwie immer einen Anschluss nicht gemessen, warum auch immer. Dieser Anschluss ist wichtig, damit der Ladebooster nur Strom entnimmt zum Laden, wenn der Motor läuft, denn sonst die Starterbatterie ratzfatz im Stand entladen.

Wer mag, kann noch einen Temperaturfühler anschließen, der wird dann zur Batterie geführt und die Ladung erfolgt dann temperaturgesteuert.

ACHTUNG:  Bei LiFeYPO4 Batterien KEINEN Temperaturfühler anschliessen, die Ladespannung kann dann zu hoch werden.  Ich habe keinen angeschlossen, auch hier, weil ich zu bequem war Kabel zu ziehen. Wirklich nötig ist der Fühler nicht, aber er optimiert das Laden ein wenig. Update: Inzwischen ist der Ladebooster mit Kennlinien für Lithiumbatterien erhältlich. Ob bei diesem ein Temperaturfühler angeschlossen werden kann entzieht sich meiner Kentnis, die Einbauanleitung beachten!

Als Einbauort kam der Platz unter der Sitzbank in Frage, wo auch der Elektroblock von CBE bereits sitzt.

Ladebooster
Ladebooster

 

Passt genau unter den Deckel, es bleibt Luft nach links und rechts.
Mir blieb im Grunde nur, das +Kabel am CBE abzuschrauben und am Ladebooster anzuschliessen, dann wieder aus dem Ladebooster ans CBE und noch ein Kabel an Masse sowie ein kleines an das D+ Signal am Verteiler und die Brücken entsprechend der Einbauanleitung setzen, damit die Spannung der Batterie korrekt gemessen wird. Und natürlich noch eine Sicherung ins Kabel. Fertig. So einfach hatte ich es mir nicht vorgestellt. Das geht allerdings nur gut mit max 25A, mit größeren Ladeboostern muss dieser anders angeschlossen werden, da die Gefahr besteht, das das CBE-Steuergerät sonst mit den hohen Strömen nicht zurechtkommt und durchbrennt.

Nach dem Einbach noch fix die Einstellung am Ladebooster überprüft, ob AGM mit 14,7V Ladespannung eingestellt ist, und dann der erste Test.
Update: Jetzt ist die Einstellung Wet/Bleibatterie, da die Lithiumbatterie auch wunderbar mit dieser Einstellung geladen werden kann.

Motor gestartet, Elektrik läuft noch, puh, die Leuchtdioden am Ladebooster zeigen mir an, dass er lädt.

Ob und wie viel es gebracht hat, konnte ich dann am Batteriecomputer ablesen.

Ladestrom vor Ladebooster: 6A, das ist absolut induskutabel, damit würde das Laden wenigstens 6 Stunden dauern, wenn die Batterie halb entladen ist.
Ladestrom nach Ladebooster: 18AH. Yeah! Das ist besser, wenn auch nicht perfekt. Aber so liege ich bei den knapp 2 Stunden Fahrt, die ich mir erhofft hatte.
Update: Die inzwischen verbaute Lithiumbatterie nimmt die vollen 25A auf! Kurz bevor sie voll ist fällt der Ladestrom auf knapp über 2A, was den Balancern geschuldet ist, die verbraten nämlich dann diesen Strom, wenn die Batterie nichts mehr aufnimmt.

Ich bereue den Ladebooster nicht. Bei unserem Reiseverhalten eine sinnvolle Ergänzung, da wir vor haben, Landstrom möglichst zu meiden.

Der Ladebooster war allerdings erst der erste Schritt zur mehr Autarkie, denn eine große LiFeYPO4 Batterie ist noch geplant.
Update: Inzwischen ist die LiFeYPo4eingebaut.

Dazu dann später mehr.

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